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Fronleichnam

Das Hochfest des Leibes und Blutes Christi, wie Fronleichnam offiziell heißt,
wird vor allem von der dazugehörigen Prozession geprägt. Allen voran geht der
Musikverein der die Prozession mit Musik umrahmt


Da diese immer in den
Frühsommer fällt, ist der Rahmen für ein farbenfrohes Fest geschaffen:
Blumenteppiche werden ausgelegt, Häuser und Straßen geschmückt,
hier meine Bilder von den
Blumenwegen 2007 von Esenhausen
und die Prozession mit Musikanten von 2009
die
Kommunionkinder tragen nochmals Anzug und Kleid und auch die Erwachsenen zeigen
sich in Festtagstracht.


An
Fronleichnam feiern die Katholiken in besonderer Weise die Gegenwart des
Gottessohnes Jesus Christus im Zeichen des gesegneten Kelches und Brotes.
Als
Ausdruck dieses Glaubens wird dabei seit dem 13. Jahrhundert ein solches
gesegnetes Brot - eine Oblate - in einem wertvollen Behältnis allen sichtbar
durch die Strassen getragen.


Hier in Oberschwaben werden aus diesem Grunde Altare aufgebaut
in der Regel 4 Stück an
der Zahl an denen dann die Prozession halt macht und der Pfarrer und die
Gemeindemitglieder beten und Singen zum Lobpreis von Christus.
Der
Weg der Prozession wird auch mit Fahnen geschmückt die Teils in der Prozession
mitgetragen werden und aber auch an den Straßen aufgestellt sind
 
Der
römisch-katholische Feiertag Fronleichnam, das "Hochfest des Leibes und Blutes
Christi" wird am zweiten Donnerstag nach Pfingsten, also 10 Tage nach Pfingsten,
gefeiert. Das Fronleichnamsfest, kurz: Fronleichnam (von althochdeutsch: fron
Herr, liknam Leib; kirchenlat.: corpus christi), offiziell „Hochfest des Leibes
und Blutes Christi“, landschaftlich Prangertag, bezeichnet das Fest im
katholischen Festjahr, das am Donnerstag nach dem Dreifaltigkeitsfest gefeiert
wird (am zweiten Donnerstag nach Pfingsten, Ende Mai oder Anfang Juni). Der
Donnerstag als Festtermin knüpft an den Gründonnerstag an, der wegen des stillen
Charakters der Karwoche keine größere Festlichkeit erlaubt. Aus diesem Grund
wurde Fronleichnam an das Ende der österlichen Zeit gelegt.
Um 1200 zeigte
man erstmalig in einer Eucharistiefeier "verwandeltes Brot". Das Fest, ein
Erinnerungsfest an die Einsetzung des Altarsakraments, wurde erstmals 1246 im
Bistum Lüttich gefeiert und 1264 von Papst Urban IV. als allgemeines Kirchenfest
zur Verehrung der Eucharistie eingeführt. Es feiert die Eucharistie als Opfer,
Kommunion (Opferspeise) und als Motiv der Anbetung. Es ist also keines der
Kirchenfeste, die eine christliche Umdeutung von überkommenen
heidnischen oder jüdischen Hochtagen sind. 1264 schrieb Papst Urban IV. dieses
Fest in der Folge des Blutwunders von Bolsena für die gesamte
römisch-katholische Kirche fest, 1317 legte Papst Johannes
XXII. den Donnerstag als
Festtag fest.
Das Fest geht
zurück auf eine Vision der später heilig gesprochenen Augustinernonne Juliana
von Lüttich im Jahre 1209. Sie habe, so wird berichtet, beim Beten den Mond
gesehen, der an einer Stelle verdunkelt gewesen sei. Christus habe ihr erklärt,
dass der Mond die Kirche bedeute, der dunkle Fleck das Fehlen eines Festes des
Eucharistie-Sakraments.
Fronleichnam erhält durch die Prozession, bei der die Gläubigen hinter der
Monstranz mit der Hostie herschreiten, ein besonderes Gepräge. In dieser Art
wurde das Fest erstmals 1279 in Köln begangen.

Vor dem Hintergrund der mittelalterlichen Verzweckung des Festes (wie parallel
des Reliquienkults) für die Gewinnung von Ablassgeldern ist es nicht
verwunderlich, dass der vormalige Augustinermönch Martin Luther ein
ausdrücklicher Gegner des Fronleichnamsfestes war; er bezeichnete es 1527 als
das „schädlichste aller Feste“ und betrachtete die Prozessionen als unbiblisch
und als Gotteslästerung. Heute dagegen wirken nicht selten evangelische Pastoren
in Amtstracht bei der Fronleichnamsfeier mit.
In
der Orthodoxen Kirche ist die Zurschaustellung des eucharistischen Brotes
unbekannt.
Wichtig wurde
das Fest und die Prozession erst nach dem Konzil von Trient als eine
antiprotestantische Demonstration der katholischen Auffassung, dass allein die
römisch-katholische Kirche die Verfügung über die Eucharistie habe. Der Priester
trägt bei der Prozession hoch erhoben die "Monstranz", die die Hostien
beinhaltet, die Gemeinde geht hinterher. An vier im Freien aufgebauten Altären
werden Fürbitten gebetet und gibt der Priester seinen Segen.
Das Konzil von Trient (1545–1563) bestätigte das Fronleichnamsfest und wertete
es gleichsam zu einer gegenreformatorischen Machtdemonstration auf. Als Reaktion
darauf wurde es in manchen gemischt-konfessionellen Gebieten (z.B. der Schweiz)
üblich, dass die protestantischen Bauern als Provokation den Mist gerade an
Fronleichnam auf die Felder ausbrachten. Andererseits
verzichteten die Katholiken in den Vereinigten Staaten oft auf solche
Prozessionen als demonstrative Zeichen des Katholizismus, um keine Kontroversen
mit der mehrheitlich protestantischen Bevölkerung auszulösen.

Die heutige Sinngebung der Prozession geht in der Regel vom Bild des „wandernden
Gottesvolks“ aus, dessen Mitte Christus, das „Brot des Lebens“, ist. Eine
besondere Tradition kennt die Fronleichnamprozession auch als "Prozession zu
Pferd" (Anblassritt).
Fronleichnam ist gesetzlicher Feiertag in den Bundesländern Baden-Württemberg,
Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland sowie
ausgewählten Gemeinden in Sachsen und Thüringen.
weitere Bilder von Fronleichnam 2007 wenn du
hier klickst
weitere Bilder von Fronleichnam 2009 wenn du
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dieser Artikel wurde mit freundlicher Genehmigung
übernommen von
http://www.theology.de/fronleichnam.htm



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