|

Bartholomäus
24. August ist Bartholomäus er war der Heilige
der Bauern der Vieh- und Weinpatron
Bartholomäustag
war Markttag und Beginn der Schweinemast ("Saubartl"). In vielen Gegenden wurde
zu Bartholomäi die Güte des Weins geprüft
An diesem
Tag begannen
früher die Vorbereitungen fürs Weihnachtsfest: es wurden die Gänse und Karpfen
ausgewählt, die fürs Fest gemästet werden sollten.

Gemälde
von Albrecht Dürer
Nach
Pfingsten verkündete Bartholomäus der Überlieferung nach den Glauben in Persien,
möglicherweise auch in Indien, wo er demnach eine hebräische Abschrift des
Matthäus-Evangeliums hinterließ. Legenden weisen ihm auch die Verbreitung des
Evangeliums in Ägypten und Armenien zu, er heilte Kranke und Besessene.

Demnach
wurde Bartholomäus eines Tages zum König Polymios von Armenien gerufen. Als er
dessen besessene Tochter geheilt und den König besucht hatte, wobei er durch
verschlossene Türen kam, bekehrte sich der König und mit ihm das ganze
Königshaus zum Christentum. Polymios ließ ein Götzenbild niederreißen, aus dem
ein böser Geist sprach; der von Bartholomäus beschworene Teufel fuhr aus,
stürzte selbst diese Statue und alle anderen im Tempel. Er wurde durch
Bartholomäus allen sichtbar gemacht: "schwärzer als Ruß, mit scharfem Angesicht,
langem schwarzem Bart und schwarzen Haaren, die bis auf seine Füße gingen, die
Hände aber mit feurigen Ketten auf dem Rücken gebunden". Die überwundenen
Priester des Tempels zogen daraufhin zu Astyages, dem feindlichen Bruder des
Polymios. Der schickte eintausend Soldaten aus, die Bartholomäus fangen und vor
ihn bringen sollten. Er erfuhr zudem, dass durch Bartholomäus auch sein Gott
Baldach zerstört worden sei, ließ ihn daraufhin mit Knütteln schlagen, ihm bei
lebendigem Leib die Haut abziehen und ihn dann kreuzigen. Christen begruben den
Leichnam; Astyages aber und seine Priester fielen in Besessenheit und starben
unmittelbar darauf.

Vom Beginn
des 13. Jahrhunderts an trägt Bartholomäus in den Darstellungen das Messer, die
abgezogene Haut findet sich als feststehendes Attribut erst in den zahlreichen
Darstellungen der folgenden Zeit. In Michelangelos Jüngstem Gericht in der
Sixtinischen Kapelle in Rom gilt das Antlitz auf der von Bartholomäus getragenen
Haut als Selbstbildnis Michelangelos.
Spätere Legenden berichten von dem Bleisarg, den die Heiden ins
Meer geworfen haben und der mit den Gebeinen, zusammen mit denen von vier
anderen Märtyrern, an der Insel Liparia bei Sizilien gestrandet ist. Nach der
Zerstörung das Grabes und der darüber gebauten Kirche durch die Sarazenen im
Jahr 831 sei Bartholomäus einem Mönch erschienen, der die Gebeine sammeln und
sie nach Benevent bringen sollte. Als Friedrich
II. Benevent
zerstörte, habe Bartholomäus ihm Strafgericht und baldigen Tod verkündet. Kaiser
Otto II. brachte die
Gebeine 983 nach Rom, die Hirnschale kam im 13. Jahrhundert nach Frankfurt am
Main in den Dom St. Bartholomäus.

die Wetterregeln für diesen Tag
Bartholomäus
hat's Wetter parat, für den Herbst bis zur Saat
Wie Barthel sich verhält, so ist der ganze
Herbst bestellt.
Bleiben die Störche über Bartholomä, so kommt
ein Winter der tut nicht weh.
Butter
bereitet zu Bartholomä - heilt so manches Ach und Weh.
Gewitter um
Bartholomä bringen Hagel und Schnee
Regen an
Bartholomä tut den Reben bitter weh
Wie sich
Bartholomätag hält, so ist der ganze Herbst bestellt

Er hilft
nach katholischer Lehre gegen Haut- und Nervenkrankheiten und Zuckungen

|