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Der Jacobsweg  
Halb Europa war im Mittelalter im
Wanderfieber. Mit Sandalen, einem weiten Umhang, einer Muschel als
Erkennungszeichen an Kragen oder Hut und einem langen Wanderstab als Stütze, der
in Notfällen auch der Verteidigung diente, machten sich die Pilger auf den Weg
in Richtung Spanien. Schweizer Gemeinden z.B. Sirnach TG oder Feusisberg SZ
welche die Jakobsmuschel in ihrem Wappen tragen sind Zeugnisse dieser Zeit. Die
Pilger kamen aus den unterschiedlichsten Gegenden des Abendlandes, aus
Deutschland, der Schweiz, England, Frankreich, Polen, Griechenland, sogar aus
der Türkei. Der feste Glaube an den Erlass aller Sünden am Grab des heiligen
Jakobus (spanisch: Santiago), Frömmigkeit oder die Bitte um Hilfe in
existentieller Not brachte Millionen auf die Beine, Bettler ebenso wie Könige
Steinige, steile, rutschige Pfade, Nebelbänke und Gewitter verwandelten die Fußreise im Nu in ein extremes Abenteuer. Schmerzende Gelenke, von der
Feuchtigkeit aufgeweichtes Schuhwerk, an widerborstigem Gebüsch aufgerissene
Kleidung, wilde Tiere, Entkräftung und Krankheiten waren unkalkulierbare Risiken
- und nicht alle kamen durch.

Ein Pilgerweg
ist die
Reisestrecke, die Pilger auf einer Wallfahrt zurücklegen, um an das Ziel -
meist ein heiliger Ort - zu gelangen. Auf dem Weg gibt es Stationen des
Innehaltens, wo Gebete gesprochen oder Gottesdienste gefeiert werden.
Der berühmteste Pilgerweg ist jener
nach Santiago de Compostella . Ein ebenfalls sehr alter Pilgerweg,
von dem der Jakobsweg nach Spanien abzweigt, führt von Nordeuropa über
Deutschland nach Rom und weiter nach Jerusalem . Der nördliche Teil wird deshalb auch oft als Teil des Jakobswegs angesehen. In anderen Darstellungen
verbindet die Route des Jakobsweges Santiago de Compostella mit Rom und
Jerusalem. Zusammen mit den verschiedenen Zuwegen bilden diese Hauptwege ein Netz
alter Pilgerwege, das ganz Europa durchzieht. In Deutschland werden die
historischen Pilgerrouten von der Deutschen St. Jakobus Gesellschaft erforscht. Er führt auch durch Oberschwaben
dieser Abschnitt von Ulm nach Meersburg bis nach Nonnenhorn ist nur eine Etappe
einer langen Reise die nach Santiago de Compostela (Spanien) geht.
Jacobsweg der Lebensfreude dieser
Name ist nicht hoch offiziell aber er hätte Ihn wahrlich verdient . Den
irgendwie drängt er sich von selber auf wenn man die fast unzähligen barocken
Kirchlein , Kirchen und Klöster am Wegesrand betritt und dort einen
Vorgeschmack aufs Paradies bekommt .

dies ist das offizielle Zeichen von Ulm nach Meersburg bis Nonnenhorn.
In der
Frauenbergkapelle zu Bad Waldsee steht er stolz wie ein Spanier. Und so ist er
auch gekleidet, Elegant, Kniefrei ,so als wolle er zum Tanze laden. Der heilige
Jacob von Bad Waldsee trägt mit Locken und schickem Bärtchen unverkennbar
iberische Züge Spätestens hier wird klar ;Der Oberschwäbische Pilgerweg auf
seinen Spuren von Ulm über Donaurieden, Masselheim, Muttensweiler, Bad Waldsee,
Weingarten Brochenzell und Markdorf nach Meersburg und Konstanz ist der Jacobusweg der Lebensfreude

Die Schwabenroute
Der Schwabenweg
stellt eine zentrale Vene im Pilgerwegnetz nach Santiago de Compostela dar.
Konstanz war das Sammelbecken für die Wallfahrer aus den verschiedensten
Gebieten Nord- und Nordosteuropas, vor allem aber aus Schwaben (daher der Name
Schwabenweg); von hier aus bewegte sich der Menschenstrom weiter nach Südwesten.
Der alte Pilgerweg von Konstanz nach Einsiedeln ( CH ) führt von Fischingen übers
Hörnli (44km) und durchquert dann die Zürcher Oberländer Gemeinden Fischenthal
und Wald. Er bildet ein Teilstück des Jakobswegs, dieser bedeutenden Pilgerroute
- die nach dem galicischen Santiago de Compostela (im Nordwesten Spaniens)
zielte - und wurde kurzerhand "Schwabenweg" genannt.
Dem Weiler Steg im Fischenthal kam auf dieser Route eine Schlüsselposition zu.
Der Chronist Johannes Stumpf berichtet Mitte des 16. Jahrhunderts: ”Under dem
hürnly, als die strass hinübergat us dem Turgow in das Vischenthal und Zürichgow
ist ein herberg und niederlag genannt am Stag.”
Der Kanton Thurgau
realisierte zur 700-Jahr-Feier der Eidgenossenschaft den "Schwabenweg" von
Konstanz zum Hörnli und auch im Zürcher Oberland sind rund 26 Kilometer
"Jakobsweg" reaktiviert worden.

Santiago de Compostela
Warum eigentlich
Santiago? Weil dort der im Jahre 44 hingerichtete Apostel Jakobus begraben
liegt. So erzählt es die Legende und auf dieser wurde aufgebaut. Über der im 9.
Jahrhundert entdeckten Grabstätte entstand eine Jakobskapelle, später die noch
heute zu bestaunende Kathedrale. Santiago wurde zum Gegenzentrum des vom Islam
beherrschten Spaniens und Jakobus zum Nationalheiligen, zum Beschützer des
Christentums. Unter den drei grossen Wallfahrten des Mittelalters (Petersgrab in
Rom, Heiliges Land) war Santiago die bedeutendste. Millionen von Pilgerscharen
waren unterwegs. Und selbstverständlich wäre es naiv, die Pilgerreisen dieser
Menschen einzig und allein auf religiöse Motive zu beschränken. Die Pilger des
Mittelalters werden denn heute auch gerne als die ersten europäischen Touristen
bezeichnetSantiago de Compostela entwickelte sich zum bedeutendsten und beliebtesten Pilgerziel des
Abendlandes. Hunderttausende von Pilgern aus ganz Europa strömten nach Santiago.
In Frankreich gab es vier Sammelorte, wo sich die Pilger zusammenschlossen,
nämlich Tours, Vézelay, Le Puy und Arles. Von diesen Orten führten vier
Hauptrouten zu den Pyrenäen und vereinigten sich in Puente la Reina in
Nordspanien für die letzte Strecke zu einem einzigen Weg, dem ”camino francés”.
Es war die einzig gesellschaftlich akzeptierte Möglichkeit der Enge des Alltags
zu entfliehen und ein Stück weite Welt auf abenteuerliche Art und Weise zu
entdecken. Unter den mittelalterlichen Pilgern gab es auch Touristen und es
erstaunt nicht, dass der erste Reiseführer, den die Weltliteratur kennt, der
Codex Calixtinus, ein Pilgerführer aus dem 12. Jahrhundert ist, in dem
detailliert die Routen nach Santiago de Compostela beschrieben sind.
Massenwallfahrten wären nicht denkbar gewesen ohne den Ausbau der Pilgerwege.
Strassen wurden instand gesetzt, Klöster und Hospize wurden gegründet und boten
den Pilgern Kost und Logis
Wanderer, es sind deine Spuren,
der Weg, und nichts weiter.
Wanderer, es gibt keinen Weg;
man erschafft den Weg im Gehen.
Im Gehen erschafft man den Weg,
und wenn man den Blick zurückwendet,
sieht man den Pfad,
den man nie wieder zu gehen haben wird.
Wanderer,
es gibt keinen Weg - nur Kielspuren eines Schiffes im Meer.
(Übersetzung von B.Haab)
Ein absolutes muss ist dieser
nachfolgende Link in dem folgendes beschrieben wird
-
Was ist der Jakobsweg -
Jakobsweg und Pilgerschaft -
Jakobsmuschel
-
Zur Person von Jakobus -
Legenden zu Jakobus und dem
Jakobusweg -
Ausrüstung
eines Jakobpilgers damals -
Ausrüstung heute -
Pilgerpass
Adressen und Informationen -
Literatur - Pilgerführer
für den Jakobsweg Ostschweiz bis Santiago
-
ausführliche Literaturliste
zum Jakobsweg:
http://www.s-line.de/homepages/jakobsweg/jakobsmuschel.htm
http://www.pilgern.ch/jakobsweg.htm#person
übrigens das Buch von Hape
Kerkeling > bin dann mal weg (Jacobsweg)
habe ich mit großer
Begeisterung gelesen
erschienen 2006

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