die
Kräuterweihe
Pflanzen
haben viele Geheimnisse vor allem die Blumen,
.Kräuter und Bäume.
Heute
noch werden sehr oft bei Anlässen und Festen die
Häuser mit Birkenzweigen geschmückt.
Der
Sonntag nach Pfingsten , auch Goldener Sonntag
oder Dreifaltigkeitssonntag genannt, ist ganz dem
Blumenzauber verbunden. Nach einer alten Legende
soll an diesem Tag eine goldene Wunderblume aufblühen. Wer sie findet, kann mit Ihr
Berge öffnen, verborgene Schätze finden oder
verwunschene Jungfrauen erlösen.
Eine
große Rolle spielen Pflanzen zur
Sommernachtssonnwende. Es war Sitte, in der
Johannisnacht Kräuter zu sammeln, da sie in jener
Nacht besonders Heil und zauberkräftig seien und
gegen Krankheiten helfen würden, aber auch von Hexen
vor Unwetter und jeglichem Unglück dienten . Banden
junge Mädchen in der Johannisnacht ( das ist
die Nacht vom 23. Juni auf den 24. Juni ) Kränze aus
neun verschiedenen Kräutern, hofften sie , Glück in
der Liebe zu haben und im Traum Ihren liebsten zu
sehen.
Die Wurzeln der
Kräuterweihe reichen weit zurück in die keltische
Zeit, bevor die christliche Missionierung das
Brauchtum der weisen Frauen und Schamanen unter ihre
Führung stellte.
Zuerst wurden mit diesem
Kräuterbusch Natur- und Erntedankfeste gefeiert und
es wurde verschiedenen Göttern damit gehuldigt Kräuterweihe wird
zwar nach heutigem christlichem Brauchtum erst am
15. August gefeiert, beruht aber eigentlich auf dem
alten heidnischen Fest Lughnasadh, oder auch Lammas,
welches bereits Anfang August gefeiert wird..
In der
Synode von Liftinae wurde 743 n. Chr. durch den
Missionar Bonifatius das Sammeln für den
Kräuterbuschen kirchlich verboten.
Bonifatius
war es auch, der die heiligen Bäume der Kelten
fällen ließ. Aber da dies nichts nutzte und die
Frauen weiterhin ihre Kräuter sammelten, wurde der
Kräuterbuschen unter den Segen Marias gestellt; denn
die Kräuter stellten die Hausapotheke im Winter dar.
Eine
Tradition, die die Christen für dieses Fest
übernommen haben, ist somit das Binden von Kräuterbuschen. Kräuterbuschen bestehen aus mindestens 7
verschiedenen Kräutern, die zu dieser Zeit blühen.
Es ist auch möglich, Kräuterbuschen mit 9, 12, 15
oder 19 verschiedenen Kräutern zu binden. Früher
band man jedoch eher größere Buschen, von bis zu 77
oder gar 99 Kräutern.
Denn
der Kräuterbuschen diente sozusagen als winterliche
"Hausapotheke"... Über dem Lughnasadh-Feuer werden
die Kräutersträuße dann geweiht, und anschließend
ins Haus gehängt.
 
Die Büschel sollen gegen Verzauberung des Viehs
schützen, Sie
behüten das Haus und seine Bewohner
vor Krankheit,
Tod, Blitzschlag und sonstigem Unglück.
Sie
sollen Eheglück bescheren und Kindersegen bringen.
Und zum Jahresbeginn, ob man ihn nun zu Samhain oder
erst im Januar feiert, wird ein Teil der Kräuter im
Haus geräuchert, um es zu reinigen und gut ins neue
Jahr zu starten.
Gegen Hexen und Dämonen helfen
Brauch ist es, den Kräuterbuschen in den
Herrgottswinkel zu stellen oder im Dachboden aufzuhängen
auch als allgegenwärtigen Schutz.
Hier in
Oberschwaben werden auch Kräuterkränze
gebunden die werden dann den Kranken die das
Bett nicht verlassen können ,nach dem Weihen
gebracht und im Krankenzimmer aufgehängt
Kräuter,
die dabei Verwendung finden das unterscheidet sich
auch je mach Landschaft in manchen Gegenden werden
in die Mitte des Bundes ein dicker Apfel gesteckt
der nach der Weihe unter den Familienmitgliedern
verteilt und gegessen wird. Zum Kräuterbuschen
gehören seit altersher Wermut Kamille
Schafgarbe, Tausendgüldenkraut Johanniskraut
Pfefferminze Holunder Königskerze und Getreide.
Im
Bayrischen nimmt man dagegen Arnika und Baldrian,
Salbei,
Wermut, Thymian. Huflattich, Fenchel Holunder,
Flachs und die
Königskerze dazu .
Odermennig, Atlant, Klee und noch viele
andere Arten sind natürlich auch oft dabei und die
verschiedenen Getreidearten.
Es gab
auch eine Zeit da wurden Weiskohlblätter genommen
und in diese wurden dann zu den Kräutern auch
Karotten und Zwiebeln eingebunden.
Der
alte Buschen wird solange aufgehoben bis der neue
geweiht ist dann wird er im Feuer verbrannt so das
der Rauch in den Himmel steigen kann
Durch den Klimawandel, die wärmeren und kürzeren
Winter, blühen viele Heilpflanzen heute früher.
Etliche der Pflanzen, die traditionell in den
Kräuterbuschen gehörten, sind bis zum August bereits
verblüht. Werden Sie kreativ und verwenden Sie alle
Heilkräuter, die in Ihrer Gegend wachsen. Sie können
dazu Getreide, Gartengemüse und Gartenkräuter binden
und als farbigen, schönen Abschluss dekorative
Gartenblumen als Blickfang.

Dass die Kräuterweihe auf den Marienfeiertag im
August gelegt wurde, hat wohl auch mit der Reife der
Kräuter und des Getreides genau zu dieser Zeit zu
tun. Ein dritter Grund dafür, dass die Kräuterweihe
und der Marienfeiertag gemeinsam begangen werden,
hat damit zu tun, dass Maria schon in
altchristlichen Gebeten als "Blume des Feldes und
Lilie der Täler" bezeichnet wird.
Maria-Himmelfahrt ist auch darum der Auftakt zur
wichtigsten Kräutersammelzeit des Jahres die
Heilpflanzen, die während dieser Zeitspanne
gesammelt werden, übertreffen alle anderen Kräuter
an Kraft (mit Ausnahme der Johanniskräuter, die zur
Sommersonnenwende gepflückt werden).
Die
geltende Spanne vom 15. August bis zum 15. September, dem
Tag der Kreuzerhöhung - dreißig Tage - nennt man
auch "Frauendreißiger". Die Frauendreißiger (mit dem
"Kleinen Frauentag" am 8. September - Maria Geburt)
sind die überleitende Zeit in den Herbst und waren
früher eine besinnliche Zeit, in der Mariengebete
und Marienwallfahrten zur Tagesordnung zählten.

Legenden
zum Tag Maria Himmelfahrt
Der Brauch der Kräuterweihe geht vermutlich auf eine
im 8. Jahrhundert belegte Legende zurück. In einer
von dem um 700 im Kloster Mar Saba bei Jerusalem
lebenden Mönch und Theologen Johannes von Damaskos
überlieferter Legende wird berichtet, dass
"wundersamer Kräuterduft" das Grab Mariens erfüllte.
Eine spätere Legende aus dem 14. Jahrhundert weiß,
dass die Grabtücher, in die der Leichnam Marias
gewickelt worden sei, "gleich Balsam und der Blume
der Lilien" geduftet hätten. Das Fest Mariä
Himmelfahrt bringt den christlichen Glauben an die
Auferstehung zum Ausdruck. Bereits in der frühen
Kirche wurde dieser Glaube konkret auf Maria
bezogen, um ihre gläubige Nähe zu ihrem Sohn Jesus
Christus, zu seinem Leben und zu seiner Auferstehung
zu bekräftigen.
In der Ostkirche wird über den Heimgang und die
Aufnahme Mariens in den Himmel folgende Legende
überliefert:
Als die Zeit gekommen war, da es unserem Erlöser
gefiel, seine göttliche Mutter zu sich zu nehmen,
ließ er ihr drei Tage zuvor ihren Übergang aus
diesem vergänglichen Leben zum ewigen und seligen
Leben ankünden. Als die Jungfrau dies vernommen
hatte, eilte sie und bestieg den Ölberg, um dort zu
beten und Gott zu danken. Dann kehrte sie in ihr
Haus zurück und bereitete das Notwendige für ihr
Begräbnis vor. Indessen versammelten sich die
Apostel, die auf Wolken von den Enden der Erde
gekommen waren, wohin sie sich zerstreut hatten, um
das Evangelium zu verkünden, im Hause der heiligsten
Jungfrau. Sie erklärte ihnen den Grund ihrer
unerwarteten Zusammenkunft, tröstete sie mütterlich,
erhob dann ihre Hände zum Himmel, betete für den
Frieden der Welt, legte sich auf ihr Lager, nahm die
gewünschte Haltung ein und gab so ihre heiligste
Seele in die Hände ihres Sohnes und Gottes zurück.
Die Apostel trugen ihren heiligen Leib hinaus und
bestatteten ihn in Gethsemane. Aber drei Tage später
erschien ihnen während einer Trostversammlung, da
sie nach der Gewohnheit das Brot im Namen Jesu
brachen, die Jungfrau im Himmel und sprach zu
ihnen:" Seid gegrüßt!" Da wussten sie, dass sie mit
ihrem Leib in den Himmel aufgestiegen war.


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