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die Chronik von Esenhausen
Die Anfänge der Besiedlung
reichen bis in die Kelten und Römerzeit zurück. Um den Lengenweiler See und
das Ried hausten vor 5-6000 Jahren (Nach Funden von Zahnarzt Mörike aus
Wilhelmsdorf )wohl die ersten Pfahlbauern.

Im Norden wo
heute die großen Waldungen der herzogliche Hofkammer Altshausen
stehen stand einst auf höchster Erhebung die Uralte Feste der
Herren von Ringgenburgh
.
Hier ist wohl der Sammelpunkt und auch der Anfang der Besiedlung frühgeschichtlicher
Zeit zu suchen, den die Burg war schon in
keltischer Zeit, was der Name Ringgenburg (Ring-Burg) das heißt Fliehburg
besagt Zufluchtsstätte in Kriegs und Notzeiten für Kelten und Pfahlbauern .
Keltengräber ,die am Südwesthang der Ringgenburg zerstreut liegen, bestätigen
das Siedlungsgebiet in vorchristlicher Zeit.

Als die Römer etwa 30 v. Christus in
unsere Gegend kamen sicherten Sie Wege und Straßen von Ost nach West
(Augsburg-Basel) sowie von Süd nach Nord den Garnisonen (Bregenz - Rottweil
a/Neckar) deren Hauptadern in beiden Richtungen durch unser Gebiet verlief.
Abgesichert waren die Straßen durch Wachtürme in Fronhofen, Zußdorf
und auf der Ringgenburg.
Rast und Verpflegung für die durchziehenden Soldaten
boten die nahe Taverna (Tafern) sowie der Gutshof im Gewand Hohe Mauer in
Esenhausen. Hier vor allem dürfte eine viel besuchte Raststätte
durchziehender Offiziere und Soldaten gewesen sein. So ähnlich mag es in
römischer Zeit bei uns wohl ausgesehen haben. Nach Abzug oder Vertreibung der
Römer dürfte unser Gebiet etwa 300 Jahre lang dürftig bewohnt und
bewirtschaftet worden sein.

Erst in fränkischer Zeit
erscheint auf der Markung Esenhausen wieder ein geschichtliches Werden.
Nach
alter Überlieferung soll an der Stelle wo wir heute Esenhausen finden, sich ein
adliger Namens Azzo oder Asso niedergelassen haben.
Er gab der Siedlung
beziehungsweise seinem Verwaltungssitz den Namen Azzo-Hus. Im späteren Verlauf
ergaben sich die Namen Asenhus, Asenhusen, Aesenhusen, Essenhusen, dem heutigen
Esenhausen. In dieser Namensbildung spiegelt sich die Entwicklung unseres Dorfes
von der ersten Wohnsiedlung bis zur späteren Gemeindebildung.

Im 8. Jahrhundert
sollen St. Gallener Mönche zu den bestehenden Verwaltungsgebäuden eine Kirche
als Martinuskirche erbaut haben. Ab diesem Zeitpunkt nahm das Wachstum der
Siedlung stetig zu.
Die beste Zeit erlebte die Gemeinde wohl zu der Zeit der
Welfen. Ein welfischer Minister Namens Gebizo,
Gründer von Weisenau , lebte in Ravensburg. Dessen Schwester Luidgard war mit
Heinrich von Asenhusen verheiratet und hatte 2 Söhne , Heinrich und Orthold.
Diese Luidgard ist als Ahnmutter in die Geschichte von Esenhausen
eingegangen. Als Gebizo starb hinterließ er den beiden Söhnen ein
reiches Erbe. Orthold erhielt den Besitz Esenhausen - Ringgenburg. Dazu
gehörten auch Teile der Gemeinde Guggenhausen und Fleischwangen sowie der
größte Teil der späteren Gemeinde Wilhelmsdorf .Die Nachkommen Ortholds
erscheinen mehrmals in Urkunden des 13. Jahrhunderts .

Die Herren von der
Ringgenburg waren wohl mit Hab und Gut an den Kreuzzügen beteiligt, wie soll
man sich die enge Bindung an den Deutschritterorden sonst erklären. Das
Lothringer Kreuz , das die Kreuzfahrer als Abzeichen trugen und das auf unserer
Kirche steht, wurden den Ringgenburgern in dieser Zeit wohl wegen der
besonderen Verdienste als Kirchenkreuz verliehen.

Im Jahre 1361 wird noch ein
Hanns ( Johannes in anderen Nachforschungen )von Ringgenburg genannt, ein
Nachkomme von Orthold der den ganzen Besitz Esenhausen - Ringgenburg an den
Deutschritterorden verschenkte. Dies geschah weil seine beiden Söhne in den
Orden aufgenommen wurden.

Bereits 2 Jahre später am
13.November 1363 verkaufte
der Deutschritterorden, weil er in Not geraten war, das ganze Dorf mit Leut und
Gut (so lautet es in der Verkaufsurkunde) um 1452 Pfund 16 Schilling Konstanzer
Münz an das Kloster Weingarten
ausgenommen
das Patronatsrecht über die Pfarrkirche St. Martin , das beim Deutschen Orden
blieb. Die Landeshoheit und die Grundherrschaft lagen beim Kloster Weingarten.
In dieser Zeit 1363 bis 1806, als die
Gemeinde zum Kloster Weingarten gehörte
,erlebte das Dorf wie die gesamte Umgebung die Schrecken des 30- jährigen
Krieges 1618 - 1648 Eine schwere Zeit mussten unsere Vorfahren damals
durchstehen. Nur ein kleiner Teil überlebte diese harten Jahre die gezeichnet
waren von Unterdrückung, Plünderung Hunger und den daraus entstehenden
Krankheiten wie die Pest und andere Seuchen.
Ein Großteil der bestehenden
Wohnstätten wurden von den durchziehenden Soldaten ein Raub der Flammen. Rund
hundert Jahre danach soll das ganze Dorf wieder aufgebaut gewesen sein, die
folgende Zeit blieb ohne große Erschütterungen und das Dorf blühte wieder
auf.

1808 verunsicherte dann ein neues
Ereignis die Bürger. Dies war die Wegnahme des 257 Jauchert großen Riedes von
der Gemarkungsfläche Esenhausen , das der Grundstein für die Kolonie
Wilhelmsdorf werden sollte.
Unter württembergischer Oberhoheit unterstand die Schultheißerei
Esenhausen 1810 der Oberschultheißerei Zogenweiler.
1826 wurde die
Gemeinde Esenhausen selbständig. Von Ihr wurde 1829 Zußdorf mit seinen
Parzellen abgetrennt.


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