An dieser Stelle will ich bleiben

um auszuruhn nach einem langen Stück,
geht weiter auf dem Pfad des Lebens,
denn ich ruf euch nicht zurück.
Gewartet habt ihr ohne Klagen,
damit ich wieder zu euch fand
so oft habt ihr mich mitgetragen,
doch nun bleib ich am Wegesrand.
Auch euer Weg wird einmal enden,
und keiner weiß ob kurz, ob weit-
dann seid ihr an dieser Stelle
auf dem Pfad der Ewigkeit.

Michael Boos

 

 

 

Schick mir keinen Engel

der alle Dunkelheit bannt

aber einen der mir

ein Licht anzündet

 

Schick mir keinen Engel

der alle Antworten kennt

aber einen der mit mir

die Fragen aushält

 

Schick mir keinen Engel

der allen Schmerz wegzaubert

aber einen der mit mir

Leiden aushält

 

Schick mir keinen Engel

der mich über die Schwelle trägt

 aber einen

der in dunkler Stunde noch flüstert

Fürchte dich nicht

 

Elisabeth Bernet

 

 

 

 

O lass dir nicht ins Auge steigen

des Leides stille Tränenflut.

Wiß, dass grad in den schmerzensreichen

Geschicken tiefe Weisheit ruht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Du trauerst um deine Lieben

Du trauerst um deine Lieben,
die der Tod dir so früh geraubt.
Du wünschst, sie noch bei dir zu haben
du wolltest sie nicht begraben,
und dein Leben scheint schwer und leer.
Ich bin jetzt an deiner Seite
und zeige dir, was du kaum glaubst:
Der Tod kann die Liebe nicht scheiden,
und was du jetzt musst erleiden,
ist nur ein schmerzlicher Traum.
In der Liebe schwinden die Grenzen
zwischen diesem Leben und dort.
Wo ich bin, das sind deine Lieben
und senden dir Grüsse von drüben,
wie Engel, die dir vertraut.

 

 

 

 

 

Glaube nicht, du seist verlassen,

wenn dir kein Mensch zur Seite steht.

Lern nur den leisen Hauch erfassen,

der, wenn du klagst, dich lind umweht.

Es zieht ein sinnenfremdes Mahnen

dein geistig Wesen zu sich hin:

»Willst du, willst du denn gar nicht ahnen,

dass ich, dein Engel, bei dir bin?«

 

 

 

 

 

 

Wandle auf Rosen lange Zeit,
 bis an das Ufer der Herrlichkeit.
 Dort stehen Engel mit Sternenkronen,
 die werden dir Liebe und Treue belohnen.

 

 

 

 

 

 

 

Die Himmelsleiter

 

Es geschah in einer dunklen Nacht,

als ich aus meinem Schlaf erwacht,

nicht der Schmerz hat mich geweckt,

ein Engel war’s, der mich zu gedeckt.

Ganz leise sprach er dann zu mir,

ich kam auf Gottes Wunsch zu dir,

ruh’ dich noch ein paar Stunden aus,

wir gehen bald aus diesem Haus.

Langsam wichen mir die Schmerzen,

aus den Gliedern aus dem Herzen,

der Engel sprach darauf zu mir,

leg’ ab die Angst und folge mir.

So gingen wir dann immer weiter,

ich sah von fern, die Himmelsleiter,

nun sah ich Engel, auf allen Seiten,

bis in den Himmel, mich geleiten.

© RvB

 

 

Engel der Trauer

Wenn Trauer fest die Arme
um Deine Seele schlingt,
der Kummer still und leise
tief in Dein Herz eindringt.

Wenn viele heiße Tränen
benetzen Dein Gesicht,
und Deine trüben Augen
verlieren jede Sicht.

Wenn tief in Deinem Körper
das Leid Dich fast zerreißt,
Du langsam kannst verspüren
wie alles kalt vereist.

Dann schau hinauf zum Himmel
such Dir den hellsten Stern,
hör wie er leise flüstert
ein Engel hat Dich gern.

Der Kummer wird verfliegen
die Tränen Dich befreien,
ein Engel sanft Dich tröstet
im hellen Lichter - schein.

Linda

 

 

 

 

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