
Dreikönigstag
6.
Januar
dieser Tag hat viele Namen
(Dreikönige, Heilig Drei Könige, Sternsinger) Epiphany 6.1.
Epiphaniasfest (Die Drei Weisen aus dem Morgenland)

Da die Weisen den Stern sahen,
wurden sie hocherfreut
und gingen in das Haus und fanden das Kindlein mit Maria, seiner Mutter,
und fielen nieder und beteten es an und taten ihre Schätze auf
und schenkten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe.
(Matthäus 2,10-11)

Das
älteste Fest, mit dem die Kirche dem Zur -Welt-Kommen Gottes in Jesus Christus
gedachte, ist das Epiphaniasfest. Bereits im Anfang des 2. Jahrhunderts, also
lange bevor man in Rom das Weihnachtsfest am 25. Dezember beging, feierte in
Ägypten die gnostische Sekte der Basilidianer ein Fest der Taufe Jesu am 6.
Januar.
Anfang
des 4. Jahrhunderts entwickelte sich im ägyptischen Raum ein Geburtfest Jesu am
diesen Tag, bei dem aber weniger die Geburt als vielmehr das Bekannt
werden, Jesu Erscheinen in der Welt, im Mittelpunkt stand. Von Nordafrika
aus verbreitete sich dieses Fest über Jerusalem, wo es durch Lokaltraditionen
aus Bethlehem bereichert wurde, im ganzen Osten des römischen Reiches.

So wird an diesem Tag wird die Offenbarung der Göttlichkeit (Epiphanie)
des Herrn gefeiert. Das heute zentrale Festthema bildet dabei die Ankunft der
Weisen aus dem Morgenland. Das Fest ist noch heute das Weihnachtsfest orthodoxer Christen.

Als einziger der Evangelisten
berichtet Matthäus von den Männern, die aus dem Osten kommen, um das Kind
anzubeten. Doch ist bei ihm weder von Königen noch von der Dreizahl die Rede.
Die „Heiligen drei Könige“
waren keine wirklichen Könige. In der Bibel werden sie vielmehr als Weise aus
dem Morgenland oder auch als „Magier“ bzw. „Sterndeuter“ benannt.
Deren Zahl ist offenbar
beeinflusst durch die Geschenke, die Matthäus erwähnt: Gold, Weihrauch und
Myrrhe.

Der biblische Bericht über den
"Stern der Weisen" wurde schon im 3. Jahrhundert ausgeschmückt und gedeutet.
Gold, Weihrauch und Myrrhe hatten die Magier als Geschenke dabei.
Daraus schloss der griechische
Kirchenlehrer Origines (+ um 254) von drei Magiern.
Etwas später wurde der
alttestamentliche Psalm 72 ("Alle Könige werden ihn anbeten") als Prophezeiung
auf die Krippen-Besucher aus dem Morgenland verstanden.
So wurden die Magier zu königlichen Majestäten.

Auf die Könige ließen sich
sowohl die biblischen Rassen (Semiten, Chamiten und Japhetiten, die Nachfahren
der Söhne Noahs) als auch die drei Lebensalter typisierend verteilen.
Nachhaltiger wirkte jedoch die
Zuordnung zu den drei damals bekannten Erdteilen

so wurde damals die Welt als Kleeblatt angesehen und im Mittelpunkt war
Jerusalem

Die
vorher völlig Unbekannten erhielten jetzt sogar Namen, die Namen der drei
„Könige“ finden sich 560 erstmals über dem Mosaik eines unbekannten Künstlers in
Ravenna
"Thaddadia, Melchior, Balytora".
Ab dem 8. Jht. hießen sie, und das bis heute,
"Caspar,
Melchior; Balthasar". Zugleich wurden sie in den Stand der Könige erhoben.
Caspar (persisch:
Schatzmeister) brachte als "schwarzer Mohr" die Myrrhe aus Afrika.
Balthasar ("Lichtkönig")
stammte aus Asien und schenkte den Weihrauch.
Melchior ("Gottesschutz")
aus Europa kam mit Gold nach Bethlehem.

In der Volksfrömmigkeit des
Mittelalters traten die heiligen Drei Könige so stark in den Vordergrund, dass
der 6. Januar fast nur noch Drei-Königs-Fest hieß.

Dann wurde "entdeckt", dass
die Gebeine der drei so die Legende 54 n. Chr. gestorbenen "Könige" in
Konstantinopel begraben waren. Nach der Überführung ihrer Gebeine von Mailand
nach Köln durch Erzbischof Rainald von Dassel im Jahre 1164 wo sie zunächst in
der Peterskirche beigesetzt wurden, erhielt die Verehrung der Könige großen
Aufwind, Heute liegen sie im Kölner Dom.

Nun stand die Geschichte Kölns
fortan mit den Drei-Königs-Reliquien in einem engen Zusammenhang. Weil der
Schrein im Mittelalter zahllose Pilger anzog, wurde Köln zu einem der großen
Pilgerziele Europas und verdankt den Magiern daher einen gewaltigen
wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Aufschwung.
Nicht umsonst schmücken
noch heute drei Kronen das Stadtwappen. Genau 200 Jahre nach der Überführung der
Gebeine versuchte der Karmelitermönch Johannes von Hildesheim zu begründen,
warum ausgerechnet Köln auserwählt sei, die Reliquien zu beherbergen. Keine
andere Stadt - so spendete die Erklärung Labsal auf die Seele der Kölner Bürger
und Priester - sei mit solch würdigem Volk und mit solch frommen Dienern Gottes
ausgezeichnet.

Der Schrein im Kölner Dom
Mitte des 20. Jahrhunderts
bekamen die Heiligen Drei Könige sogar noch einen vierten König dazu
: Der Schriftsteller Edzard
Schaper (1908-1984) veröffentlichte 1961 die "Legende vom vierten König": Ein
kleiner König aus Russland gesellt sich zu den dreien aus dem Morgenland.
Doch unterwegs sieht er
soviel Elend, dass er seine Geschenke an Bedürftige verteilt. Er lässt sich
sogar stellvertretend 30 Jahre lang auf eine Galeere schmieden. Schließlich
gelangt auch er noch an sein Ziel. Doch statt Bethlehem ist es Golgatha, die
Stätte der Kreuzigung.

Die Könige wurden zu
Patronen der fahrenden Kaufleute, Pilger, Hirten, Kürschner und Gastwirte.
an
dem Drei Königstag wird das Weihwasser, Salz und Kreide gesegnet und Brot
gebacken

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