 
26. Dezember
2. Weihnachtstag (Stephanustag)
Der zweite Weihnachtsfeiertag fällt auf den 26. Dezember, welcher in den
Ostkirchen als Weihnachtstag begangen wird.
Das Fest des heil. Stephan
kommt schon in den ersten Jahrhunderten der Kirche vor und wurde später als
zweiter Weihnachtsfeiertag begangen.

Seit
etwa 400 n. Chr. waren drei Feiertage von der christlichen Staatskirche
festgesetzt.
Auch
die Kirchenordnungen späterer Zeit, zum Beispiel währen der Reformation, hatten
noch staatlichen Charakter, das heißt Kirche und Staat bildeten eine Einheit.
Die Kantaten des Thomaskantors Johann Sebastian Bach sind ein Beweis dafür, daß
diese Tradition der drei Feiertage bis in die Mitte des 18. Jahrhunderts
ungebrochen war. Bach komponierte jeweils noch eine Kantate für den dritten
Weihnachts-, Oster- und Pfingstfeiertag, die der Thomaner Chor dann an diesem Tag
aufzuführen hatte.

Zwischen 1750 und 1800 kam es dann unter Einfluß der absolutistischen
Landesfürsten zu einer Reduktion auf zwei Feiertage vor dem Hintergrund, daß die
Bevölkerung mehr arbeiten sollte. In jedem Fürstentum wurde der dritte Feiertag
allerdings zu einem anderen Zeitpunkt abgeschafft, das heißt also, es gab lokale
Unterschiede. Unterschiede bei Städten, die manchmal nur 50 km auseinander
lagen.
bis nach Preußens
Vorgang (1773) fast allenthalben auch der dritte Feiertag als kirchlicher
Festtag aufgehoben wurde.
Luther erst legte die Zahl auf zwei fest.

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