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Der heilige
Nikolaus und oder der Bischof von Myra
Der Nikolaus ist weder eine mythologische Gestalt (also der
Götterlehre entstammend), noch der Märchenonkel, der mit dem Schlitten und
seinen Rentieren über die Wolken hinwegsaust. Der „Nikolaus“ geht auf eine
wirkliche Person zurück. Und dennoch sind Legende („Heiligenerzählung“) und
Fakten bei diesem so genannten Freund der Kinder und der Armen nicht zu trennen.
Es wird vermutet, Simeon Metapharstes habe die Biographien des Bischofs von Myra
und des Bischof von Pinara (Nikolaus von Sion – daher der Name Nikolaus)
vermischt Daraus entstand der „Heilige Nikolaus“, der die ganzen guten
Charaktereigenschaften auf sich vereinen soll.

die Legende vom heiligen Nikolaus
von
Myra
Gedenktag katholisch: 6.
Dezember
Übertragung der Gebeine nach
Bari: 9. Mai
Name bedeutet: der Sieger
über das / aus dem Volk (griech.)
Metropolit von Myra,
Wundertäter
* um 280 / 286 in Patara in
Lykien,
heute ein Ruinenfeld bei
Kalkan (?) in der Türkei
† zwischen 345 und 351 in
Myra,
dem heutigen Kocademre bei
Kale in der Türkei
Das reale Vorbild des heiligen St. Nikolaus
wurde von seinem Onkel,
Bischof Nikolaus von Myra, im Alter von 19 Jahren zum Priester geweiht und als
Abt im Kloster von Sion nahe seiner Heimatstadt eingesetzt. Als seine Eltern an
der Pest starben, erbte Nikolaus ihr Vermögen und verteilte es an Arme:

Nach dem Tod seines Onkels
pilgerte Nikolaus ins Heilige Land, nach seiner Rückkehr wählte ihn die Gemeinde
zum neuen Bischof.
Die Legende zeichnet ihn als
temperamentvollen Streiter und zugleich als Mann der fähig war, diplomatisch zu
vermitteln und Gnade vor Recht ergehen zu lassen.
Bei einem Aufstand von in
Phrygien stationierten germanischen Söldnern begegnete er in Myra hohen
Offizieren aus Konstantinopel, bei denen er nachhaltigen Eindruck hinterließ. Er
zerstörte Tempel der Heidengöttin Diana / Artemis, die in den Küstenorten
Lykiens als Patronin der Seefahrer verehrt wurde; ihr Tempel in Myra war der
größte und prunkvollste - Nikolaus' Gedenktag am 6. Dezember ist Dianas
Geburtstag.

Während der bald schon
einsetzenden Christenverfolgung wurde er um 310 gefangen genommen und
gefoltert.325 nahm Nikolaus am 1.Konzil von Nicäa teil. Überliefert ist, wie er
kämpferisch gegen die falsche Lehre des Arianismus vorging;
Die Legende erzählt, dass er
deren Verfechter Arius während des Konzils geohrfeigt habe. Auch mit seinem
Freund Bischof Theognis von Nicäa, der der Auffassung des Arius zuneigt, führt
Nikolaus heftige Diskussionen; schlussendlich gehörte Theognis zu den
Unterzeichnern des Bekenntnisses von Nicäa. "Lassen wir über unserem Zorn die
Sonne nicht untergehen", zitiert später Andreas von Kreta den Vermittler
Nikolaus

Auf Ikonen
ist der Heilige Nikolaus sehr häufig abgebildet, vielleicht am häufigsten von
allen Heiligen. Die Kirchengeschichte verzeichnet zwei Personen mit dem Namen
Nikolaus. Beide mit Namen Nikolaus gelten als heilig: Der Bischof Nikolaus
von Myra (lebte im 4. Jahrhundert) und Nikolaus von Sion, Bischof von
Pinara (starb 564).
Die
griechische Kirche verehrte die beiden Bischöfe schon seit dem sechsten
Jahrhundert. Im Abendland konzentrierte sich die Verehrung aber auf den Bischof
von Myra.
Die
Verehrung des Nikolaus beruht auf Legenden und Sagen, auf mehr als tausend
Berichte aus der Bevölkerung. Im Mittelalter gehörte er zu den "Vierzehn
Nothelfern". Es sind Taten, die erzählt werden, die für den Verstand schwer
nachvollziehbar sind

So wird erzählt, dass er Getreide aus den für
Rom bestimmten Lieferungen abgezweigt haben soll und den hungernden Bewohnern
der Stadt Myra zukommen ließ.

Eine andere Legende erzählt von einem armen
Mädchen aus Myra, dessen Familie das Geld zur Hochzeit nicht aufbringen konnte.
Nikolaus soll ihr in der Nacht einen Beutel mit Geld durchs Fenster geworfen
haben, so dass die Heirat schließlich doch noch stattfinden konnte
.
Eine dritte Legende erzählt davon, dass
Nikolaus die Kinder der Stadt vor der Entführung durch Seeräuber gerettet haben
soll, die damals häufig über die Küstenstädte der Gegend der heutigen türkischen
Riviera herfielen. In jedem Fall muss es sich um einen bemerkenswerten Mann
gehandelt haben, der jedoch nur wenig mit dem heutigen Advents-Nikolaus
gemeinsam hatte.

Das antike Myra in Lykien, das heute zur Türkei
gehört,
war
eine bedeutende Stadt an der Mittelmeerküste östlich von Rhodos. Jetzt liegt
dort das Fischerdorf Demre.
Es liegt etwa vier Stunden Autofahrt
westlich von Antalya, der Hauptstadt der gleichnamigen Region, heute ein Ziel
zahlreicher Urlaubsflüge.
Zu Lebzeiten des Bischofs Nikolaus war jedoch Myra die Hauptstadt Lykiens
und zugleich Bischofssitz.
Nikolaus
war ein sehr gläubiger Mann, er wurde Bischof von Myra und war am Hof von Kaiser
Konstantin in Konstantinopel hoch angesehen
und bereits im 6. Jahrhundert wurde eine
Basilika erbaut, in der seine Gebeine aufbewahrt wurden und die daraufhin ein
berühmter Wallfahrtsort wurde.

Im frühen 9. Jahrhundert geriet Myra unter
arabische Herrschaft und im elften Jahrhundert wurde es von den islamischen
Seldschuken erobert. In dieser kriegerischen Zeit stahlen italienische Kaufleute
die Gebeine des Heiligen Nikolaus und brachten sie nach Bari. Seither pilgerten
die Anhänger des St.-Nikolaus-Kultes nach Italien.
Die türkische Nikolaus-Stiftung fordert diese
Gebeine bis heute zurück. Im Archäologischen Museum von Antalya liegen heute nur
einige wenige Fragmente der Gebeine des heiligen Bischofs

Die St.-Nicholas-Kirche in Demre ist auch heute
noch eine Sehenswürdigkeit. Die dreischiffige Basilika stammt aus dem 8.
Jahrhundert und steht auf den Grundmauern der ersten Basilika. Jahrhundertelang
war die Kirche im Schlamm des Demre-Flusses versunken. Erst 1863 begann die
Wiederherstellung durch den deutschen Archäologen Prof. J. Borchhardt, deren
Fertigstellung sich bis 1963 hinzog. In ihrem Inneren befinden sich Mosaiken,
Fresken und Sarkophage aus frühchristlicher Zeit. Vor der Kirche steht ein
Denkmal, das an den Heiligen Nikolaus erinnert.
Das Denkmal

das Grabmahl

die Felsengräber von Myra

die St Nikolauskirche in Myra



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