In der griechischen Mythologie

war der Walfisch ein Meeresungeheuer, vermutlich eben Keto oder Ketos,

dem die schöne Andromeda, Tochter des Königs Kepheus und der Cassiopeia, geopfert werden sollte.

 Cassiopeia hatte die Nereiden, die Töchter des Meeresgottes Nereus, beleidigt, indem sie behauptete, deren Schönheit noch zu übertreffen.

 Die Nereiden wandten sich an den Meeresgott Poseidon und verlangten die Bestrafung der eitlen Cassiopeia. Poseidon sandte daraufhin ein Seeungeheuer aus, das die Küsten von Kepheus´ Reich heimsuchte.

Einem Orakelspruch nach konnte die Bestie nur besänftigt werden, indem ihm Andromeda, das einzige Kind des Königspaares, geopfert wurde. Andromeda wurde an einen Felsen gekettet und erwartete ihr Schicksal, wurde aber im letzten Moment durch den Helden Perseus gerettet, der das Untier tötete. Zum Lohn dafür bekam er Andromeda zur Frau.

Kepheus, Cassiopeia, Andromeda und Perseus wurden ebenfalls als Sternbilder am Himmel verewigt.

ein klein wenig anderst  ,ein riesiges Meerungeheuer ( der Wal )

  hat  die Küsten von Äthiopien durch eine Sturmflut verwüstet. Um es zu beschwichtigen wurde ihm die hübsche Tochter Andromeda von König Kepheus und Kassiopeia als Opfer zum Frass vorgeworfen, doch Perseus bezwang das Ungeheuer und rettete sie.

 

Die Geburt des Narwals

Quelle: "Der weiße Planet" von Thierry Ragobert, Thierry Piantanida, Stephane Milliere, Gerstenberg-Verlag, 2006

Eine alte Frau lebte mit ihrem blinden Enkel Taqqiq und ihrer Enkelin Siqiniq zusammen. Die Eltern waren im Winter gestorben, und seither litten die drei bittere Not. Die Großmutter mochte ihren blinden Enkel nicht. Sie weigerte sich, mit ihm die Fleischvorräte der Familie zu teilen, und schimpfte und schlug ihn aus nichtigem Anlass.

 

Eines Morgens bat der Junge seine Schwester, ihn zu einem See zu führen, an dem Vögel lebten. Als sie die Stelle erreicht hatten, sagte er, sie solle ihn nun allein lassen und auf dem Weg nach Hause inuksuit aufschichten, kleine Steinhaufen, damit er später zurückfand. Kaum war das Mädchen gegangen, kam ein Vogel ans Ufer und ließ den Jungen auf seinen Rücken steigen. Auf der Mitte des Sees angelangt, tauchte er mit seinem Passagier in die Tiefe. Als sie wieder zur Oberfläche kamen, meinte Taqqiq, um ein Haar ertrunken zu sein, doch plötzlich erkannte er ein schwaches Licht. Nach dem zweiten Tauchgang konnte er bereits die Umrisse der Hügel und Täler wahrnehmen, und nach dem dritten Mal sah er so scharf, als sei er nie blind gewesen.

Der Vogel brachte ihn wieder ans Ufer, und der Junge kehrte in sein Dorf zurück.

An einem Sommertag brach der Junge auf, um Belugas zu jagen, die zum Fressen nahe ans Packeis heranschwammen. Die Wale waren nicht scheu und näherten sich neugierig dem Kajak. Taqqiq fing viele Belugas und kehrte Stolz nach Hause zurück; nun würden sie genügend Fleisch und Fett für den Winter haben. Doch die Großmutter war wieder einmal unzufrieden und wollte ihren Enkel am folgenden Tag auf die Jagd begleiten. Gemeinsam fuhren sie los. Die alte Frau schlug vor, sich ein Seil um den Leib zu schlingen und das andere Ende mit Taqqiqs Harpune zu verknoten, so dass sie die Tiere leichter zum Kajak heranholen konnte. Sie schärfte ihrem Enkel ein, nur auf kleine Tiere zu zielen, damit sie nicht ins Meer gerissen wurde, doch der Junge schleuderte seinen Speer nach einem riesigen weißen Wal, der die böse Großmutter ins eisige Wasser zog.

Als der Beluga sie mit sich zum Meeresboden nahm, verwandelte sich einer ihrer Zöpfe zu einem langen Stoßzahn aus Elfenbein: Sie war zum Narwal geworden.

Von La Palma

 

85 Kilometer von Teneriffa und 1440 km von Cádiz entfernt findet man die Insel La Palma. Durch Feuer und Lava gebildet wird sie auch die schöne Insel genannt. Regen und Erosion haben ein Weiteres zur Formgebung der schönen und steilen (in Bezug auf die geringe Fläche die Steilste Insel der Welt) Insel beigetragen. Hier berichtet man,

den  Mythos

Zwischen dem V und VI Jahrhundert unserer Zeitrechnung soll der irische Benediktinermönch Brendan (Borondón in der Kanarischen Version) Schiffbruch erlitten haben. Ein Wal hat die Schiffbrüchigen aufgenommen uns so trieben sie 40 Tage auf offener See bis sie an einem wunderschönen Ort ankamen: Einer Insel mit unbekannter Vegetation, Vögeln und kristallklarem Wasser; ein Meer mit Fischen in tausenden Farben. Alles war friedlich an den schwarzen Stränden und die Insel voll von Früchten und vielfältigen Aromen. War das das Paradies?

Jahre später haben Schifffahrer diese Insel gesucht. Einige Palmeros sahen sie im Meer vor Tazacorte auftauchen und wieder verschwinden wie eine Fantasie.

Einige suchen die Insel im westen von La Palma noch immer aber ist es nicht La Palma die Isla Bonita, das Paradies welche über Früchte, exotische Aromen, kristallklares Wasser schöne Berge verfügt welche der Mönch beschrieben hat? Das andere ist und bleibt ein Mythos.

Der Große Geist Rabe,

Eines Tages sah er im Meer einen majestätischen Wal schwimmen und fragte sich: "Wie mag die Welt wohl aussehen, wenn man sie aus dem Inneren eines Wals heraus betrachtet?" Er flog zum Wal, wartete bis dieser gähnte, und schlüpfte in sein riesiges Maul. Immer weiter drang er in den Wal vor. Rings um ihn herum erhoben sich die weißen Rippen wie Säulen, und mitten im Bauch sah er eine tanzende junge Frau. An ihren Handgelenken und Knöcheln waren lange Riemen befestigt, die zum Herzen des Wals verliefen. Auf der Stelle verliebte sich Rabe in sie und wollte, dass sie mit ihm kam. "Das geht nicht", sagte die junge Frau, "denn ich bin die Seele des Wals. Doch wenn du bleibst, werde ich für dich tanzen."

Rabe setzte sich also hin und sah ihr zu. Wenn sich die Frau schnell bewegte, flitzte der Wal hinter Fischen her. Wenn sie hüpfte, sprang der Wal aus dem Wasser. Wurde sie langsamer, schwamm das Tier ruhig dahin. Bald war der Tanz so langsam, dass der Wal zu schwimmen aufhörte und einschlief. Rabe nutze die Gelegenheit, packte die Tänzerin am Arm und zog sie hinter sich her, ohne ihren Protest zu beachten.

 Vom Himmel aus sah er, dass der Wal, den nun nichts mehr belebte, strandete und starb. Als das Tier seinen letzten Atemzug getan hatte, löste sich auch die junge Frau in Luft auf. So lernte der Große Geist, dass alles was lebendig ist, eine Seele hat und dass alles, was auf der Erde lebt, geboren wird und stirbt. Zum ersten Mal verspürte er eine große Traurigkeit, vergoss die ersten Tränen, die jemals zu Boden fielen, und begann zu singen.

Beschreibung des Sternbildes Wal

 Perseus überwältigte das Untier und so finden wir den Kopf des Walfisches denn auch tief unter den Füßen des Perseus. Die Babylonier glaubten, im Sternbild Walfisch einen Drachen zu sehen. In vielen Sternatlanten der Barockzeit ist das Sternbild figürlich einem Drachen ähnlicher als einem Wal

Der Walfisch (Cetus) ist ein sehr ausgedehntes, aber wenig auffälliges Sternbild des Herbsthimmels zwischen den Fischen und dem Fluss Eridanus. Der größte Teil erstreckt sich unterhalb des Himmelsäquators, so dass er in unseren Breiten nur eine geringe Höhe über dem Horizont erreicht. Im Walfisch befinden sich der veränderliche Stern Mira sowie τ Ceti, ein gelber Zwergstern in nur 11,7 Lichtjahren, der unserer Sonne ähnlich ist.