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Hemdglonker Umzug

 

Sehr umstritten ist der Ursprung dieser, in langem, weißen Hemd und weißer Zipfelmütze auftretenden Figur. Oftmals wird sie mit einem alten Totenkult, um die Dämonen zu täuschen ihre Gestalt annahm, in Verbindung gebracht.

Das weiße Hemd sollte aller Wahrscheinlichkeit nach an das Totenhemd erinnern in der Hoffnung, die zur Erde zurückdrängenden Toten abzuhalten und zu erschrecken.

Auch der alle Hemdglonkerumzüge begleitende Lärm wurde als Abwehr gegen diese Geister gewertet.

Die heute noch übliche Musik ist seit eh und je die sogenannte Katzenmusik.

Die Vermutung, dass die Herkunft der Hemdglonker auf ein Gelübde zurückzuführen ist, ist eine von mehreren Konstanzer Versionen.

Danach sollen die Einwohner während der Stadtbelagerung durch die Schweden im 30jährigen Krieg versprochen haben, falls die Stadt verschont bliebe, im Hemd nach St. Loretto bei Staat zu wallfahren.

 Eine weiter Auslegung vermutet den Ursprung der Hemdglonkerumzüge Ende des 17. Jahrhunderts, als Konstanzer Studenten einem unliebsamen Professor mit einem Katzenmusikständchen zur abendlichen Stunde ihre Abneigung zum Ausdruck brachten.

Diese Geschichte wird auch in folgender Form interpretiert: In den achtziger Jahren soll ein Konstanzer Professor Schüler der oberen Klassen mit Hemdglonker (kleine Kinder) tituliert haben. Die beleidigten Kinder beschlossen darauf, gegen diesen Pädagogen in der Fasnachtszeit] einen Hemdglonkerumzug als Protestmarsch zu veranstalten. Er soll solchen Anklang gefunden haben, dass er seit dieser Zeit beibehalten wurde. Auch verschiedene, Jahrhunderte zurück liegenden Schulfeste werden als Ursprung vermutet, wobei mit Sicherheit noch weitere, vielleicht auf ganz anderer Ebene liegende Einflüsse diese Figur im weißem Hemd und Nachtmütze mitgeprägt und mit gestaltet haben.

diesen Artikel kann man auf untenstehenden Link nachlesen

http://www.narrenwiki.de/wiki/index.php/Hemdglonker

Was die Konstanzer dazu sagen

Auszug aus der langen Geschichte des Hemdglonkerbrauches

1879  In einem Brief heißt es: "Und jetzt will ich Dir von der Konstanzer weltbrühmten Fasnacht erzählen, wo am Schmutzige Dunnstig, also am Donnerstag zuvor, die Fasnet ihren Anfang nahm mit dem abendlichen Hemdglonkerumzug der Gymnasiasten, die ihren Professoren wohl einen Fackelzug brachten, jedoch mit Katzenmusik und Vorhalt aller ihrer Fehler.

Die Buben von Quinta bis Oberprima zogen ihre weißen Nachthemden über die Kleider, weiße Zipfelmützen mit angehängtem Fuchs-, Katzen- oder Kuhschwanz, brennenden Fackeln und klassenweise verschiedenen Radauinstrumenten - gleich Gießkanne, Blechdeckel, Kuhhörner, Ratschen, auf Besenstiele aufgezogene Ochsensehnen, die höllische Töne von sich gaben. So zogen sie von einer Professorenwohnung zur anderen, und jeder Herr musste übel oder wohl sein Sündenregister anhören, wollte er nicht von der ganzen Bürgerschaft als Feigling angesehen werden."

Hier weiter lesen  http://www.blaetzlebue.de/html/geschichte.htm

 

für das Leibliche Wohl muss natürlich auch gesorgt sein