der Fasnet Dienstag ist ein ganz besonderer Tag

in vielen Orten haben hier die Kinder das Narrenrecht

und die Fasnet wird begraben

Es wird in vielen Fällen extra ein Umzug nur für die Kinder Organisiert natürlich auch mit viel Musik. Ich habe mich als Kind immer sehr darauf gefreut ,gabs doch am Ende des Umzuges für jedes Kind eine Wurst und eine Fanta das war zu der damaligen Zeit schon noch was ganz besonderes

Auch Heute noch belohnen die Narren die Kinder mit "Gutsla" (oberschwäbisch für Bonbons),

Brezeln oder heißen Würsten samt Wecken dazu. Dies erinnert daran, dass die Fasnet zumindest zum Teil in den Bereich der "Heischebräuche" hineingehört, bei denen die Kinder von Haus zu Haus ziehen, Lieder singen, Sprüche aufsagen und dafür Grundnahrungsmittel (heute dagegen eher Süßigkeiten) erheischen.

Begehrt sind auch die in heißem Fett heraus gebackenen Fasnetsküchlein.

 Und jedes Kind kennt den alten Narrenspruch: "Lustig ist die Fasenacht, wenn mai Mutter Kiachla bacht. Wenn se aber keine macht, dann isch für mi koi Fasenacht."

Eine regionale Besonderheit sind die "Wusela" in Munderkingen - eine besondere Art des Wecken - sowie die "Kügela" in Ehingen/Donau und die "Schörkela" in Aulendorf.

Mit den Fasnetküchle war bereits im Mittelalter ein Rechtsbrauch verbunden: das Küchleinholen. Dabei waren die Grundherrschaften (auch die Klöster) verpflichtet, ihren Leibeigenen ein Küchlein als Gabe zu reichen. Dieser Brauch wurde oftmals mit einem Festmahl verbunden. Später hatten auch junge Handwerksgesellen Anspruch auf "ihr" Küchlein.

Am Fasnet Dienstag gehen auch in manchen Orten die Narren gemeinsam zum Dorfbrunnen um den Geldbeutel zu waschen andere wiederum machen es erst am Aschermittwoch

Am Fasnetsdienstagabend wird je nach Ort oder Brauch die Fasnet begraben, ersäuft oder verbrannt. das  heißt es wird ein Scheiterhaufen mit einer närrisch kostümierten Strohpuppe entzündet, im anderen beerdigt man die Fasnet im Misthaufen.

Meist so ab 18 oder 19 Uhr es sollte schon dunkel sein setzt sich der Trauerzug  in Bewegung .Vom Gasthaus oder Vereinsheim bis zum Narrenbaum ,Vorneweg der "Beerdigungsverein" mit der aufgebahrten Narrenpuppe aus Stroh, dahinter kommen die Narren, kräftig in ihre Tücher heulend.

Nach mehreren Beerdigungslitaneien wird beim Narrenbaum die Strohpuppe verbrannt. Die Narren erhalten vom "Maskenmeister" noch das "Weihwasser", dann geht es zum Leichenschmaus.

Punkt 24 Uhr sind auch die letzten Narren zu Hause.

"Oh jerum, oh jerum, dia Fasnet hot a Loch!"

 In dieser Nacht hört man vieler Orten den Zunftmeister beten:

Alles geht einmal zu Ende so auch unsere Narretei

und ich falte froh die Hände Gott sei Dank, es ist vorbei.

Danke will ich Allen sagen,  die recht fröhlich mitgemacht,

die in diesen Fasnachtstagen nicht immer nur an sich gedacht.

Es waren lustige, schöne Stunden, die ich mit Euch Narren hab verbracht

kam ohne Schaden durch die Runden, drum wünsch ich mir ne’ Gute Nacht. 

So wird es in Weingarten gemacht

Der letzte der närrischen Tage bietet nochmals eine besondere Attraktion für die Kinder der Stadt: das Brezelwerfen.

Die Brezeln werden von den Plätzlern an die Kinder zur Belohnung für gekonntes Aufsagen der Narrensprüche gegeben.

Um 19.10 Uhr beginnt das Fasnetsverbrennen auf dem Münsterplatz, danach ist Kehraus im Gasthaus "Ochsen" mit Auflösung des Narrenblättlerätsels. Dann hot dia Fasnet a Loch.

Die Plätzler treffen sich (in Zivil) an Aschermittwoch um 19 Uhr zur Aschermittwochsmesse in der Basilika.

Den Höhepunkt der Ehinger Fasnet bildet am Fasnetsdienstag ein mehrere Stunden dauernder Maskenumzug, an dem auch die Narrenzünfte der näheren und weiteren Umgebung teilnehmen. Die Ehinger Narren grüßen ihre Gäste mit einem fröhlichen "Kügele-hoi", dem traditionellen Ehinger Narrenruf

Neben dem Lumpentreiben am Fasnetsmontag wird in Stein der mündliche überlieferte Brauch hochgehalten, am Fasnetdienstag eine Hexe namens „Kappel-Anna" zu verbrennen.

Diese „Kappel-Anna" soll die letzte öffentlich verbrannte Hexe Steins gewesen sein und heute noch vom Schmotzigen Donnerstag bis Aschermittwoch in Stein ihr Unwesen treiben. „Kappel-Anna" wird am „Auseliga" von dem Hohenadel-Narrenrat zum Tode durch Verbrennen verurteilt. Anschließend wird die Urteilsbegründung vorgelesen. Das Urteil soll am Fasnetdienstag vollstreckt werden. Am Abend des Fasnetdienstag wird dann die Hexe „Kappel-Anna" unter dem Narrenbaum verbrannt. Dies symbolisiert das Verbrennen der Fasnet. Die „Kappel-Anna" ist eine Einzelfigur in der Steinemer Fasnet und tritt nur im Ort auf.