Die Karbatsche in der Fasnet

Die Karbatsche ist eine zwischen 3 und 5 m lange Fasnachtspeitsche, die mitgekonnten Bewegungsabläufen und viel Kraftaufwand über dem Kopf geschwungen wird.

Die Karbatsche wird in den Regionen Linzgau, Bodensee und Oberschwaben sehr oft, in Verbindung mit der Fasnacht angetroffen. Die Bezeichnung, lässt sich vom türkischen "Gyrbatsch", dem ungarischen "Koràcs" oder dem teschechischen "Karabá`c" ableiten und fand über die Vorderösterreichischen Gebiete Verbreitung am Bodensee.

Es wäre also möglich, dass eine 1782in Überlingen liegende Werbestation des K.u.K. Regiments Tercky diese hierbekannt gemacht hat.

1789 wird die Karbatsche erstmals in einem Ratsprotokoll erwähnt. Vor 1900 gab es oft auch aus Leder geflochtene Karbatschen, es sind noch wenige Exemplare vorhanden.

Heute werden die Karbatschen aus Hanfschnur gefertigt und an einem etwa 30 cm langen Holzstiel befestigt. Die zopfartig zusammen geflochtenen Schnüre verdünnen sich bis zur Triebschnur, an der ein Bändel eingeflochten wird. Den ohrenbetäubenden Lärm verursacht eine dem Schwung entgegensetzte Bewegung, bei der das Endstück, mit dem so genannten Bändel, auf enorme Geschwindigkeiten beschleunigt wird. Die Überlinger Buben lernen diese Kunst von Kindesbeinen an.

Die Hänsele Zunft bietet im Vorfeld der Fasnacht sogar, regelrechte Kurse an, bei denen auch Erwachsene, die das Schnellen erlernen wollen, stets willkommen sind.

Bis 1947 hatte die Luftfahrt enorme Schwierigkeiten, die Schallmauer zu durchbrechen.

Kein Problem für die Schneller der Historischen Narrenzunft Markdorf.

Mit ihren Karbatschen schaffen sie das spielend, wie der scharfe Knall am laufenden Band beweist.  Die Schneller der Historischen Narrenzunft  in Markdorf waren auch bei den Weltmeisterschaften in Taisten / Südtirol dabei.die Markdorfer Sie ließen es richtig krachen.

 Der Lohn: drei Mal Silber und einmal Bronze.

Nur an den fremden Namen mussten sich die Markdorfer gewöhnen. In Taisten  wird Schnellen auch "Gaslkrochn", Goaslschnöllen" oder einfach "Schnalzen" genannt. Anders sind auch die

Karbatschen, "Südtiroler Karbatschen", so die Markdorfer, sind erheblich länger als unsere". Bis zu acht Meter messen die Seile. Sie werden beidhändig geschnellt, und wenn neun gestandene Mannsbilder in Formation nacheinander loslegen, gibt das ganz schön was auf die Ohren.

Auch in Weingarten bei der Plätzlerzunft gehört das Knallen mit den Karbatschen dazu um nur einige Orte aufzuzählen

 Karbatschen / Peitschen

sind eine Form von Schlaginstrumenten.

Peitschen haben einen festen Griff, an dem flexible Riemen ansetzen. Dadurch unterscheiden sie sich von Gerte (s. Eintr.: Reitgerte)n und Stöcken.

Es gibt verschiedene Formen von Peitschen:

Einschwänzige (engl.:Single Tail), hierzu gehören auch Signalpeitschen.

Mehrschwänzige, auch als Katzen bezeichnet.

Hundepeitschen, die aus einem Stück Leder bestehen und ein Zwischending zwischen Peitschen und Leinen darstellen.

Bullwhips, extrem lange einschwänzige Peitschen.

Die Schnüre von Peitschen werden aus verschiedenen Materialien gefertigt:

Leder. Vermutlich das gängigste Material, es ist dauerhaft, flexibel, und Lederpeitschen können gut in der Härte des Schlages dosiert werden.

Latex. Schwerer als Leder. Latexpeitschen aus dicken Schnüren haben einen erheblichen "Biss", solche aus ganz dünnen werden auch als Schwanzpeitschen für die Genitalfolter eingesetzt.

Ketten. Extrem schmerzhafte Peitschen, die in der Hand eines überambitionierten Tops Schäden anrichten können

Stoff. Auch als Effekt- oder Streichelpeitschen bezeichnet. Knallen zwar befriedigend, sind aber kaum schmerzhaft. Werden gerne auf SM-Performances eingesetzt.

Die Griffe guter Peitschen sind speziell ausbalanciert, hierzu wird im (hohlen) Griff Anglerblei angeklebt. Neben der normalen Griffform gibt es auch die Dildoform, die als realistische Nachbildung eines männlichen Phallus es erlaubt, den Bottom nach der Auspeitschnung zu ficken - entweder zu dessen Demütigung oder zum Lustgewinn.

Die Karbatsche (türkisch-tschech.) ist eine geflochtene, bis zu 5m lange Riemen-peitsche, ähnlich einer Bullenpeitsche.

Sie war ursprünglich aus Leder, teilweise auch aus Hanf.

 

Außerhalb des Sadomasochismus wird sie weiterhin verwendet.

Karbatschen dienen in Ungarn , Rumänien, und anderen Ländern in Osteuropa den Viehhirten als Rinderpeitsche. Sie sind dort heute noch in Gebrauch, wovon man sich beim Urlaub in der Pussta unschwer überzeugen kann.

wie schon oben beschrieben in  der alemannischen Fastnacht (aus Hanf)

der  Lärm soll böse Geister vertreiben