Am Rosenmontag bin ich geboren

Margit Sponheimer

Am Rosenmontag bin ich geboren,

am Rosenmontag in Mainz am Rhein.

Bis Aschermittwoch bin ich verloren,

denn Rosenmontagskinder müssen närrisch sein.

 

Meim Vater sein Wahlspruch war Spaß an der Freud´

und gestern war gestern und heute ist heut.

Und dann hat er um meine Mutter gefreit,

was daraus geworn ist, steht vor euch, ihr Leut.

 

Am Rosenmontag bin ich geboren,

am Rosenmontag in Mainz am Rhein.

Bis Aschermittwoch bin ich verloren,

denn Rosenmontagskinder müssen närrisch sein.

 

Und sollte ein Mann eines Tags um mich frei'n

dann darf es vor allem kein Trauerkloß sein.

Wir brauchen kein Reichtum, wir brauchen kein Geld,

und feiern wir Fassnacht gehört uns die Welt!

Wohlan die Zeit ist kommen,
wo närrisch groß und klein,
und ich hab mirs vorgenommen ,
ein rechter Narr zu sein;
drum weg für heut und morgen,
die Grillen aus dem Kopf,
heut gibt es keine Sorgen,
wer weg bleibt ist ein Tropf!

´s Müllers Magd
hät´s Hemd verbrennt
am Samstig z´Nacht bim Dresche.
De Knecht hät´s no
dezwischeklemmt,
jetzt bruch mers nimmi wäsche !
Narro!

hoorig isch die Katz

Hoorig, hoorig, hoorig isch die Katz’!
Und wenn die Katz’ it hoorig isch,
Dann fängt sie keine Mäuse nicht!
Hoorig, hoorig, hoorig isch die Katz’!

Das Ganze geht auch mit der Sau:

Borschdig, borschdig, borschdig isch die Sau!
Und wenn die Sau it borschdig isch,
denn giit se konni Leberwürscht.
Borschdig, borschdig, borschdig isch die Sau!

Und der Bär muß auch noch herhalten:

Zottlig, zottlig, zottlig isch de Bär!
Und wenn de Bär it zottlig wär,
no wär er au kon Zottelbär!
Zottlig, zottlig, zottlig isch de Bär!

Ho Narro!

Das Sackkleidlied
(Melodie: Auf der Schwäb’schen Eisenbahn)

 
Anstatt in die Stadt zu laufen,
um nen teuren Stoff zu kaufen,
hat sie sich ein schönes Kleid,
aus 'nem alten Sack genäht.
Trulla - trulla - trullala...

Un es is ihr gut gerode,
noch de allerneischde Mode,
nit zu kurz un nit zu lang,
wie vum Horten, vun de Stang.
Trulla - trulla - trullala...

Man kann's ganz verschiede trache,
ohne Gerdl un ohne Krache,
mit un ohne Pettikott,
immer isses schick un flott.
Trulla - trulla - trullala...

 Sie hot's sich verziert mit Knöpfe,
un mit allerhand viel Schlöpfe,
mit viel Schick un mit Elan,
unne hot se Franzle dran.
Trulla - trulla - trullala...

Isse nit ä schäänes Mädsche,
hot se nit ä schäänes Klädsche,
Hütche, Täschle, Schtöckelschuh,
Alles, alles, basst dezu.
Trulla - trulla - trullala...

Trotzdem is vun deere Mode,
kurz un bündich abzurode,
weil än Mann mid gudem Gschmack,
niemols kaaft ä Fraa im Sack.
Trulla - trulla - trullala...

 

Faschingszeit
(nach der Melodie "Mein Vater war ein Wandersmann"
von Friedrich W. Möller)

Schon wieder ist ein Jahr vorbei
’s ist wieder Faschingszeit
in uns’rem Saal, da finden wir
nur kreuzfidele Leut
Vallerie - vallera...

Wir haben uns alle distanziert
vom Alltagseinerlei,
wir machen mit und sind bereit
zu jeder Narretei.
Vallerie - vallera...

Wer's krumm nimmt und kein’ Spaß versteht,
der ist nicht recht gescheit,
ob Spaß, ob Spott, ob viel Humor,
s' ist immer gut gemeint.
Vallerie - vallera...

Das Narrenschiff liegt startbereit,
befestigt schon am Pier,
Humor und Frohsinn, Heiterkeit,
hier groß für alle hier.
Vallerie - vallera...

Besetzt mit Jahrgäng' alt und jung,
nur Narren von Format,
Wir sind alle fit und voller Schwung,
und wünschen frohe Fahrt.
Vallerie - vallera...

Fahrt frei! für unser Narrenschiff,
wir stechen jetzt in See,
Wir fürchten weder Sturm noch Riff,
und Wogen großer Höh’.
Vallerie - vallera...

 

 In einem Polenstädtchen

 In einem Polenstädtchen

da liebt ich einst ein Mädchen,

das war so schön.

Es war das allerschönste Kind,

das man in Polen find,

aber nein, aber nein, sprach sie,

ich küsse nie.

 

 Wir spielten Schach und Mühle

und sie verlor sehr viele,

ein jedesmal.

Bezahl´ mir alle deine Schuld

mit einem Kuß voller Ruß,

aber nein, aber nein, sprach sie,

ich küsse nie.

 

 Ich führte sie zum Tanze,

da fiel aus ihrem Kranze

ein Röslein rot.

Ich hob es auf von ihrem Fuß

und bat um einen Kuß

aber nein, aber nein, sprach sie,

ich küsse nie.

Und in der Abschiedsstunde

da fiel aus ihrem Mund

das schönste Wort:

"Nimm hin, du schmucker Kanonier,

den letzten Kuß von mir,

vergiß Maruschka nicht, das Polenkind."

 

Am Aschermittwoch

Ist alles vorbei.

Die Schwüre von Treue

Sie brechen entzwei,

Von all deinen Küssen

Darf ich nichts mehr wissen.

Wie schön es auch sei,

Dann ist alles vorbei.   Trinke die Freude, denn heut ist heut.

Das, was erfreut, hat noch nie gereut,

Fülle mit Leichtsinn dir den Pokal:

Karneval, Karneval!

Hast du zum Küssen Gelegenheit,

Mensch, dann geh ran mit Verwegenheit.

Sag niemals nein: wenn das Glück dir winkt,

Bald das Finale erklingt: 

es gibt kein Bier auf Hawai

Meine Braut, sie heißt Marianne.

Wir sind seit zwölf Jahren verlobt.

Sie hätt mich so gern zum Manne

Und hat schon mit Klage gedroht.

Die Hochzeit wär längst schon gewesen,

Wenn die Hochzeitsreise nicht wär,

Denn sie will nach Hawaii,

Denn sie will nach Hawaii,

Und das fällt mir so unsagbar schwer. 

 

Refrain: siehe unten

 

Wenn sie mit nach Pilsen führe,

Dann wären wir längst schon ein Paar.

Doch all meine Bitten und Schwüre

Verschmähte sie Jahr um Jahr.

Sie singt Tag und Nacht neue Lieder

Von den Palmen am blauen Meer,

Denn sie will nach Hawaii,

Ja, sie will nach Hawaii,

Und das fällt mir so unsagbar schwer.

  

Refrain:

Es gibt kein Bier auf Hawaii,

Es gibt kein Bier.

Drum fahr ich nicht nach Hawaii,

Drum bleib' ich hier.

Es ist so heiß auf Hawaii,

Kein kühler Fleck,

Und nur vom Hula Hula

Geht der Durst nicht weg.