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d´Liesl brennt - d´Sau rennt

 so ist der Narrenruf

der Saubachel von Fronhofen

 

 

 

So habe ich das Häs kennengelernt das eher einer Wildsau entsprach. Der Stoff im Grund schwarz hatte große rosa Flecken.

Für die Klangoptik sorgt bei jedem erwachsenen Hästrägern ein Schellengürtel.
Die Holzmaske, die dafür geschnitzt wurde war dunkel und zeigte den wilden Charakter dieser Art Sau.
Eine hellere Fiberglaskunststoffmaske wurde danach angefertigt. Diese charakterisiert nun wiederum eher das Hausschwein, welches in Fronhofen regelmäßig zum tränken an den Saubach geführt
wurde.
Ab dem Jahr 1998 kehrte man zu einer Holzmaske zurück, jedoch mit dem gleichen Aussehen, wie die Fiberglaskunststoffmaske zuvor.

 

 

 

 

 

 

Im Jahr 2006 haben die Saubachl ein komplett abgeändertes Häs bekommen. Der Grundstoff ist immer noch schwarz, die rosa Flecken sind jetzt aber Karos die übereinander angeordnet sind. Und es gab noch einen grünen Stoff dazu, der das Gras darstellen soll.

 

 

 

 

 

 

 

Der Obersaubachl, soll ein Schweinehirt darstellen. Der seit ca. 10 Jahren die Sauen anführt.
Seine Kleidung wurde ebenfalls von Grund auf verändert. Früher trug der Obersaubachl einen bunten Umhang.

Ab 1996 trägt er ein dunkel-grünes Cape, ein kleinkariertes blaues Hemd und eine schwarze Cordhose. Unter dem großen schwarzen Hut quellen die langen zotteligen Haare hervor.
Die Holzmaske zeigt ein grimmiges, von Wind und Wetter zerfurchtes Gesicht. Er ist eine Einzelfigur

 

 

 

 

Der Obersaubachl führt die Sauen zwar wie eh und je voran, doch wer sollte die hungrigen Schweine füttern? Das konnte nur die Saumagd übernehmen.

Diese Magd, charakterisiert eine eher mürrische, alte Frau die sich aber trotzdem liebevoll und treusorgend um ihre Sauen kümmert.

Ein rosa Kopftuch umrahmt die nicht ganz unfreundlich zeigende Holzmaske. Die Bluse und die Schürze sind blau und kleinkariert. Darunter trägt die Saumagd einen schwarzen Rock, mit rosa Flecken, die eine Verbindung zu den Sauen darstellen soll.

Um die Sauen aber auch füttern zu können, trägt die Saumagd immer einen Blecheimer bei sich.

 

 

 

Im Jahre 2007 wurde die Saumagd umgestaltet. Die Bluse ist immer noch blau und kleinkariert, doch die Schürze sowie auch das Kopftuch sind jetzt weinrot mit kleinen weißen Blüten drauf. Der Rock ist schwarz hat aber jetzt rundum einen grünen Streifen

 

 

 

 

Zur Zeit der Inquisition, wurde eine alte Frau aus Fronhofen, nennen wir sie Liesl, als Hexe verurteilt und in einen Turm verbannt. Dieser jedoch brannte aus unerklärlichen Gründen ab, und mit ihm starb auch die alte Frau. Nach ihrem gewaltsamen Tod spukte sie lange Zeit in Fronhofen umher. Speziell am Bach sah man sie herumgeistern. Einige behaupteten sogar den Bach brennen zu sehen. Wahrscheinlich nannte man aus diesem Grund diesen Bachlauf den Feuertobelbach.
Da liegt es natürlich nahe, diese Liesl wieder auferstehen zu lassen.
 

 


Ihr Gewand hat die symbolischen Farben des Feuers, rot und gelb, des Rauches und Rußes schwarz und des Baches blau. Die gelb-rot leuchtende Schürze ist ein herrlicher Kontrast zum schwarzen Rock unter dem der blaue Unterrock hervorspitzt.
Eine weiße Spitzenunterhose und die schwarz-rot-gelb-blau geringelten Stulpen sehen nicht nur gut aus, sie wärmen die Liesl auch während des Umzugs.

Die Holzmaske zeigt ebenfalls das Farbenspiel aus rot und gelb.
Von der Nase aus gehend verlaufen die beiden Augenbrauen, die sich wie Flammen, in Richtung Stirn schlängeln. Die Gesichtszüge erinnern an eine alte Frau mit Hexen-ähnlicher Mimik.
Auf dem schwarzen Kopftuch züngeln sich vom spitzen Zipfel aus die roten und gelben Flammen nach oben.

 

 

Beschreibung von den Seiten der Saubachel