Fastnacht, Karneval, Fasching - die fünfte Jahreszeit

Warum eigentlich am 11.11. um 11.11 Uhr ??

oder am Dreikönigstag (06.01.)

Als Beginn der Fastnachtszeit galt bzw. gilt in den deutschsprachigen Ländern traditionell der Dreikönigstag.

Doch Seit dem 19. Jahrhundert finden in vielen Gegenden zusätzlich am 11. November, ab 11:11 Uhr einzelne Veranstaltungen statt, zu denen insbesondere die Vorstellung des Prinzenpaars gehört.

Hintergrund ist, dass auch das Geburtsfest Christi bereits kurz nach dessen Fixierung im Jahr 354 eine vorangehende 40-tägige Fastenperiode vorsah, vor deren Beginn man - wie vor Karneval - ebenfalls die später verbotenen Fleischvorräte aufzuzehren pflegte (Gansessen am 11. November, dem Martinstag).

Die Zeit vom 12. November bis 5. Januar bleibt aber selbst in den Hochburgen entlang des Rheins weiterhin weitgehend karnevalsfrei, was sich aus der erwähnten vorweihnachtlichen Fastenzeit,

der Rolle des Novembers als Trauermonat und dem besinnlichen Charakter des Advent erklärt.

Soweit von einer „Vorverlagerung“ des Karnevalsbeginns oder von einer „Saisoneröffnung“ am 11. November gesprochen wird, ist dies daher zumindest irreführend.

Von seiner Entstehungsgeschichte her stellt der 11. November vielmehr einen zweiten, „kleinen“ Karneval dar; 1823 bestimmte nämlich ein "Festordnendes Comité" in Köln das närrische Datum zum Beginn der Vorbereitungen für einen von nun an geregelten Karnevalsumzug.

 

Die Vorliebe der Narren für die Zahl 11 ist nicht eindeutig geklärt, lässt sich jedoch schon im 14. Jahrhundert belegen. Nach mittelalterlicher Vorstellung ist die Elf die Zahl der Maßlosigkeit, eine teuflische Zahl. Während die Zehn für das mit Händen noch Fassbare und die Gebote Gottes steht, übersteigt die Elf das Normale.

 

Regional unterschiedlich ist auch die Verwendung der Bezeichnungen Karneval, Fastnacht und Fasching, alle umschreiben die Zeit vor der Passionszeit.

Zum Ursprung dieses Festes gibt es auch Theorien, die auf vorchristliche Fruchtbarkeitsriten oder einen Ritus zur Austreibung des Winters schließen, am Wahrscheinlichsten ist allerdings die christliche Variante, noch mal ordentlich zu feiern, bevor die Fastenzeit anbricht und „Schluss mit Lustig“ ist.

Ausgelassen gefeiert wird die Fastnachtswoche vorwiegend in den katholischen Gegenden Deutschlands: in den Karnevalshochburgen Köln, Mainz, Eschweiler, Düsseldorf, Bonn, Koblenz, Krefeld und Aachen, dort finden auch die größten Rosenmontagsumzüge statt. Aber auch in Frankfurt am Main, Mannheim oder Karlsruhe So auch in Oberschwaben gibt es Umzüge, gefeiert wird da natürlich auch. Allerdings spielt der Katholizismus absolut keine Rolle mehr, in keiner der Karnevalshochburgen.

 

Der Karneval setzt sich aus mehreren Traditionen zusammen: aus der allemannischen Fasnacht, aus dem Beginn des neuen Jahres nach der römischen Tradition und dem Beginn der Fastenzeit. Deswegen sind die Traditionen auch so unterschiedlich. In Süddeutschland steht vor allem noch dieser allemannische Brauch dahinter, die bösen Geister aus dem alten Jahr auszutreiben, deswegen sind da auch diese Hexenumzüge und Hexenbrennen etc

In Köln etc. hat der Karneval eine andere Tradition, Das Lateinische "Carne vale" ist nach volkskundlichen Überlieferungen im Sinne von "Fleisch lebe wohl" zu verstehen.

 läutet also den Anfang der Fastenzeit ein.

Einmal noch einen draufmachen und dann vierzig Tage Ruhe. Dazu kommt in der Rheingegend diese Funken-tradition inklusive Dreigestirn, das geht zurück auf die französische Besatzung unter Napoleon. Damals hat man den Karneval dazu genutzt, sich so wie die französischen Soldaten zu verkleiden und die dabei lächerlich zu machen. Also zwei völlig verschiedene Herkünfte, die aber so miteinander verwoben sind, dass man sie nicht mehr trennen kann

Die „Zeit der Ausgelassenheit, Fröhlichkeit und der überschäumenden Lebensfreude“ erreicht ihren Höhepunkt in der Fastnachtswoche, beginnend mit der Weiberfastnacht am schmutzigen Donnerstag, über den bromigen Freitag ,Nelkensamstag, den Tulpensonntag, den Rosenmontag bis zum Faschingsdienstag mit der Hexen Verbrennung.

Am Aschermittwoch beginnt die Passions- oder Fastenzeit, die bis einschließlich Karfreitag dauernde Fastenzeit der Christen in Gedenken an den Leidensweg Jesu Christi vor seiner Kreuzigung am Karfreitag.

siehe auch Aschermittwoch

 

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